Das Sockenset

Socken gehen ja immer, gerade im Sommer.
Ein kleines, übersichtliches Projekt, das nicht zu warm oder zu schwer wird und das man auch gut nebenbei stricken kann, wenn man mit der Familie oder Freunden abends im Garten sitzt und quatscht.
Schon mal vorarbeiten, bevor es wieder kälter wird oder der Stress mit den Weihnachtsgeschenken ansteht. Soll ich mal ganz ehrlich sein? Ich habe eigentlich immer ein- oder zwei Paar frische Socken in einer Kiste, falls man mal schnell ein Geschenk braucht. In meinem Umkreis freuen sich tatsächlich alle über handgestrickte Socken und schätzen sie auch Wert.

Als Handfärberin hat sich bei mir natürlich ein ordentlicher Stapel Socken in verschiedener Färbetechniken angesammelt. Ich trage sie gerne, auch im Sommer (dann gerne aus Sockengarn mit Baumwollanteil). Was mich aber immer nervt, es wildert, spiralt oder mustert, ich bin ganz verliebt und dann kommt die Ferse.
Diese dumme Ausstülpung zwischen Fuss und Schaft zerhackt mir immer den Farbverlauf.

Kleine Sammlung handgestrickter Socken an Buntwurmschen Füßen

Am Anfang habe ich das ignoriert. Warum auch nicht? Das gehört dazu und grundsätzlich bin ich der Meinung, handgestrickte Socken dürfen das.
Immer mit semisoliden Färbungen kann man auch stricken, das ist auch gerade bei Mustern toll, Zöpfe- oder Lochmuster kommen bei den lebendigen Unifärbungen sehr gut raus. Problem gelöst, oder?

Hach, aber wenn man doch diese wildernden oder ringelnden Färbungen so mag?
Ich tauche auch ab und an mal in meine Restekiste ab und suche mir ein halbwegs passendes Garn zur Färbung. Es ist auch egal, ob man eine Käppchenferse (z.B. die Herzchenferse), verkürzte Reihen (z.B. Bumerangferse) oder eine nachträglich eingestrickte Ferse bevorzugt, mit Kontrastgarnen die Ferse stricken sieht immer gut aus. Und Restesocken sind immer etwas Besonderes.

Und die Königsklasse, ein wildernd gefärbtes Garn und ein passendes Garn für die Ferse, wie wäre das?
100g Sockenwolle und ein passender 20g Ministrang, ein perfektes Duo, ein Socken-Set. Zwei Paar Socken habe ich schon schon aus Socken-Sets gestrickt, aus den Resten ein Reste-Paar, aus 2 Sets also 3 Paar Socken in Größe 39 mit langem Schaft.
Ich stricke meine Fersen im Moment nachträglich ein. Ein Bündchen, ein laaaaaaanger Schaft, eine Bandspitze… oder umgekehrt, je nach Laune. Wenn der Schlauch mit Spitze und Bündchen fertig ist, messe ich ab wo die Ferse beginnen muss, markiere mir die Reihe und, passed zur Abnahmen an der Spitze, schneide den Faden in einer Masche durch und fasse die Maschen auf. Ich glaube, das erkläre ich irgendwann mal extra oder du googelst nach „nachträglich eingestrickter Ferse“ oder „afterthought heel“, da gibts auch ne Menge Material auf YouTube.
Für wen eine Bumerangferse passt, der wird sich auch in einer nachträglich eingestrickte Ferse wohl fühlen.

Mittlerweile habe ich eine schöne, immer mal wechselnde, Farbpalette der Socken-Sets im Shop. Nach Lust und Laune kann man auch kombinieren. Für alle, die keine wildernde Socken mögen oder etwas größeres im Sinn haben, ich hab auch noch einige „Fun-In-The-Dark-Sets“, vielfarbig dunkle Stränge, die schillern fast, mit einem semisoliden Mini und das als Überraschungspaket, welche Farbe der Mini hat, entscheide ich 😉

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